Eine Terrassenüberdachung ist das Grundgerüst — das ist klar. Aber was macht sie zu einem Raum, den Sie auch abends, auch im April und auch bei praller Mittagssonne gerne nutzen? Die Antwort liegt im Zubehör. Wir erklären, welche Erweiterungen es gibt, was sie kosten und welche wirklich sinnvoll sind.
Integration vs. Nachrüstung: warum jetzt planen besser ist
Bevor wir ins Detail gehen: Zubehör, das bei der Erstmontage eingebaut wird, kostet fast immer weniger als nachträgliche Nachrüstung. Wir verlegen Stromleitungen durch die Aluminium-Hohlprofile — das funktioniert nur, wenn die Leitungen bei der Montage eingebaut werden, weil die Profile danach geschlossen sind.
Faustregel: Entscheiden Sie sich bei der Planung für alle elektrischen Elemente. Mechanische Teile (Markisen, Sichtschutzstreifen) können oft noch nachgerüstet werden — elektrische nicht ohne Aufwand.
Markisen: Sonnenschutz von oben oder seitlich
Eine Dachanschlussmarkise (Kassetten- oder Freiarmmarkise) wird an der Hauswand oder am Dachrand befestigt und beschattet die Überdachung von oben. Das ist sinnvoll, wenn die Sonne direkt durch das Glasdach fällt — was im Sommer bei Südausrichtung schnell passiert.
Alternativen:
- Textil-Innenmarkise: An der Unterseite des Daches befestigt, zieht sie wie ein Vorhang auf. Elegant und wirksam, aber nicht witterungsbeständig — nur für überdachte Flächen.
- Sichtschutzmarkise seitlich: Verhindert Einblick vom Nachbargrundstück. Wird in die Seitenprofile eingeklinkt.
- Vertikal-ZIP-Markisen: Vollständige Windunterdruck-Verankerung, auch bei Wind stabil. Teurer, aber für exponierte Lagen die bessere Wahl.
Kosten: Einfache Kassetten-Markise ab ca. 600 €, motorisierte ZIP-Markise ab ca. 1.800 €, jeweils plus Montage.
LED-Beleuchtung in den Sparren
LED-Streifen oder -Spots, die in die Aluminiumsparren integriert werden, sind unsere meistgebuchte Zusatzoption. Der Grund: Die Lichtwirkung ist einzigartig — gleichmäßiges, indirektes Licht von oben, das die Terrasse in ein angenehmes Abendlicht taucht, ohne Kabel oder sichtbare Leuchten.
Was möglich ist:
- Einfarbige LED (warm-weiß oder neutral-weiß), schaltbar über Wandschalter
- Dimmbar via Schalter oder Smart-Home-System (z. B. JUNG, Gira, Homematic IP)
- RGBW-LED für Farbspiele — bei Gastronomie und Eventbereichen beliebt, im privaten Wohnbereich oft unterschätzt
Kosten: Ab ca. 400 € für einfache einfarbige LED in einer kleinen Anlage; 800–1.500 € für dimmbares Vollsystem mit mehreren Sparren.
Infrarot-Heizstrahler: die Verlängerung der Saison
Heizstrahler machen aus einer März-Terrasse einen Wohnort. Das Prinzip: Infrarotstrahlung wärmt Personen und Oberflächen direkt — nicht die Luft. Das ist effizient, weil Wind die Wärme nicht abtransportiert.
Typen für Terrassenüberdachungen:
- Elektrischer Infrarot-Strahler (2–3 kW): Einfachste Variante, wird an der Unterseite des Dachprofils montiert, läuft auf Haushaltsstrom (16A).
- Dunkelstrahler: Kein sichtbares Glühen, wärmere Abstrahlung, ruhiger für das Ambiente.
- Gas-Heizstrahler: Ohne Elektroanschluss, aber Flaschen-Logistik und CO2-Emissionen sprechen dagegen. Wenig gebucht.
Für eine 4×4-m-Terrasse mit 2 Personen ist ein 2-kW-Strahler ausreichend. Bei größeren Flächen oder Terrassennutzung mit Tischen und Gästen empfehlen wir zwei bis drei Strahler.
Kosten: Elektrischer Infrarot-Strahler ab ca. 350 € (Gerät + Montage), Dunkelstrahler ab ca. 550 €.
Sensor-Steuerung beim Lamellendach
Wenn Sie sich für ein elektrisches Lamellendach (z. B. KD Cube) entschieden haben, sind Sensoren der nächste logische Schritt:
- Regensensor: Die Lamellen schließen automatisch bei Regen, öffnen wieder wenn es aufgehört hat.
- Lichtsensor: Steuert den Öffnungsgrad der Lamellen nach Sonneneinstrahlung.
- Windsensor: Bei starkem Wind schließen die Lamellen automatisch zum Schutz.
- Smart-Home-Anbindung: Kompatibel mit KNX, Somfy, Homematic IP und anderen Systemen — Steuerung per App oder Sprachbefehl.
Diese Sensoren sind ab Werk bei KD Cube-Systemen optional verfügbar und werden bei der Erstmontage eingebaut.
Was wirklich sinnvoll ist — eine Einschätzung
Aus unserer Erfahrung mit hunderten von Projekten:
Fast immer empfehlenswert: LED-Beleuchtung in den Sparren. Die Wirkung ist groß, die Kosten überschaubar, und nachträglich einbauen ist aufwendig.
Sehr empfehlenswert für Familien und Gastgeber: Infrarot-Heizstrahler. Verlängert die Nutzungssaison um mindestens 4 Wochen pro Jahr.
Situationsabhängig: Markisen. Bei Südausrichtung und direkter Mittagssonne ja. Bei Ost- oder Nordausrichtung oft nicht nötig.
Nur für Lamellendach-Besitzer: Sensor-Paket. Bei Glasdächern ohne Lamellen ist automatische Steuerung meist nicht nötig.
Eine ausführliche Leistungsübersicht aller möglichen Ausstattungsoptionen finden Sie auf unserer Leistungsseite.
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